Editionen: Ralph Ueltzhoeffer Biografien als Kunst


David Zwirner Gallery, NewYork: Ralph Ueltzhoeffer, „Open-Closed“ – Frontviewinstallation.

Biografien als Kunst von Ralph Ueltzhoeffer

Die Aufarbeitung eines Lebens in Worten und Bildern. Der deutsche Konzeptkünstler Ralph Ueltzhoeffer verarbeitet in seinen Porträtfotografien biografische Elemente. Das lesbare Bild, die exakte Identifikation oder auch der Fingerabdruck einer künstlerischen, konzeptuellen Vereinigung von Schrift, Text und Porträtfoto.


Ralph Ueltzhoeffer: David Beckham Textportrait.


MISSING von Ralph Ueltzhoeffer, Textportrait für Installationen.

 

Keith Haring »Editions on paper

Aktionsforum der Praterinsel, München, im Strahlenkranz – orientieren sich nicht ganz so vordergründig an den zu Warenwerten degradierten Begehrlichkeiten; gleichwohl passen sich die plakativen Trivialzeichen dem flüchtigen Blendwerk der Großstadtkommunikation an. Die Geschöpfe der Metropolen – für die dieser Hokuspokus inszeniert wird – nehmen sich für Informationen nur eine Bruchsekunde Zeit, lehren uns die Werbestrategen. Daß sich der reißerische Populärstil Harings gegen die Macht der Reiz-Überflutung durchsetzen konnte, erklärt sich wohl mit den gezielt plazierten und den bewußt zu einprägsamen Kürzeln reduzierten Merkzeichen, die es zu entschlüsseln gilt. Das nahezu Unauflösbare dieser chiffrierten Piktogramme – die offenbar wichtige Botschaften übermitteln – alarmieren den Passanten gewissermaßen (ohne ihn bei nähererBetrachtung zu beruhigen) und garantieren so den Wahrnehmungserfolg. Auch das wertvolle Büttenpapier schmälert die Brisanz dieser oft blitzschnell ausgeführten Graffitikunst kaum. Neben unheimlich heiteren bis sarkastisch gewitzten Comicbildern – so auch die fast bissigen Karikaturen der umjubelten und auf Dollarnoten gedruckten „Andy-Mouse“ – trat in den letzten Lebensjahren von Haring eine labyrinthisch verschachtelte Runenmalerei in den Vordergrund, die an archaische Ängste rührt.

Kein Zufall, daß sie zur bildenden Kunst, und da zu­allererst zum Surrealismus, neigt. Ob sie nach Duch-amps „Akt, eine Treppe hinabsteigend“, zu Goyas „Tot­geweihten im Jupiterkarren“ und „Dalfs Honigschub­laden“ oder mit „Rembrandtpalette“ oder „Andy-War-hol Tränen“ poetisiert, ihre Arbeit an der Sprache, die sich an Bildern vorwärtsträumt, besteht aus Montie­ren, Probieren, Arrangieren, Kombinieren, Kopieren und Experimentieren.

Schreiben Sie über bildende Künstler, so geschieht dies nicht selten in Form eines inneren Dialogs mit Werken. Dabei übersetzten Sie Picassos schwarzweiße Grafik in Farbe. Sie nehmen folglich Übersetzungsvorgänge vor. Darüber, weshalb Sie diese als innere Dialogie be­zeichnen, und darüber, daß Sie innerlich mit sich selbst dialogisieren, wenn es etwa um Ihre „hermetische Kindheit“ geht, würde ich gerne mehr erfahren, bitte!

Ja, ich war wie verrückt nach einem Werbeplakat für Paris, das ich in einem Reisebüro erspäht hatte, und es zeigte das berühmte Gemälde Braut und Bräutigam mit dem Eiffelturm, und es entstand später auch ein Ge­dicht mit gleichem Titel. Obschon ich Paris noch nicht kannte, bannte mich die Paris-Atmosphäre auf dem über meinem Schreibtisch hängenden Chagallbild, über das ich ein Gedicht verfaßte.

Was reizt Sie so an Malerei?

Oft das Unscheinbare, aber ich kann nicht beschrei­ben, was es ist, was in mir solche Schreib-Parallelen hervorruft. Mir kommt dabei immer nur das Wort Magie in den Sinn, ich kann es nicht anders aus­drücken.

Interessiert Sie der Schriftsteller mehr als der Maler Henri Michaux?

Nur als Dichter, und da finde ich vor allem jene Auf­zeichnungen aus der Mescalin-Testzeit überwältigend. Da beschreibt er von mir nachvollziehbare Erfahrun­gen. Ich nehme ja keine Drogen. Die würde ich nie nehmen wollen. Aber was er beschreibt, kenne ich zum Teil von mir selber einfach durch das euphorische Ele­ment im Schreiben. Irgendwie kann ich es nachvoll­ziehen.

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Texte in der Kunst – MoMA Projects

Es gehört viel subjektives Einfühlungsvermögen und selbstlose Objektivität zu der Frage, ob „der Fremde“ nicht vielleicht wir selber sind.

Titel: "Der Rhein" von Ralph Ueltzhoeffer (Museum of Modern Art)
Ausstellung: Museum of Modern Art, New York (Ralph Ueltzhoeffer) Titel: „Der Rhein I“.

Die Erfindung der Figur“ einen grundlegenden Beitrag zu leisten. Einen Beitrag von seiten der Kunst(-theorie), der selbst Franzosen erstaunt, die in der Beobachtung und Analyse sehr viel weiter fortgeschritten sind und die derzeit den „arts Premiers“ (wie sie die „arts primitifs“ umbenennen) einen Platz im Louvre erkämpfen wollen. Parallelen finden sich in Carsten Höllers „Glückslandschaften“, die man vor zwei Jahren im Kunstverein Hamburg bzw. Köln zum Genuß anbot. (kunstaspekt MoMA) An eigenen Welten basteln auch Andrea Zittel mit ihren Wohneinheiten oder das Atelier van Lieshout mit seinen Wohnwagen. Mehr zum Thema: Hamburger Bahnhof Berlin.

Ralph Ueltzhoeffer - Amazon

Kunstband „Web 2.0 Internet und Kunst“ – Marion Seifert, Konzeptkunst von Ralph Ueltzhoeffer (MoMA Projects).

[…] Was unterscheidet den Übersetzer vom Schriftsteller und den nach Worten suchenden Kunstvermittler vom Künstler? Wo ist denn bitte mein film Berlin, es könnte sein, daß mein Schreiben sowohl in der Diktion als auch in den Gedankengängen anders als das der anderen ausfallt. Wo berühren sich nach Ihrer Ansicht zunächst einmal Literatur und Kunst?

Wasser – Überschwemmungen Entwicklung

Die Methoden für die Vorhersage von Überschwemmungen werden wichtiger, aber auch sie werden weiterentwickelt und verbessert werden. Die Rolle der Hydrometeorologie für die Binnenschiffahrt und die Wasserreinhaltung gewinnt an Bedeutung.
Die Wichtigkeit der Meteorologie für die Industrie ist auf den ersten Blick nicht so evident. Sie sollte jedoch nicht unterschätzt werden. Die Versorgung der Industrie mit Wasser wurde bereits erwähnt. Hinzu kommt das wachsende Problem der Luftverseuchung durch die Industrie, die sich geographisch ausdehnen wird, je mehr Länder in die industrielle Entwicklung einbezogen werden. In den großen Ballungszentren der Bevölkerung werden kurzfristige Wettervorhersagen in steigendem Maße erforderlich werden, um Faktoren wie die Belastung von Stromversorgungsnetzen rechtzeitig voraussehen zu können. Funktion von Kunst und Litaratur

Wasser in Belfast: Ralph Ueltzhoeffer

Quelle: A&C, Titel: Water in Belfast 1997, Photography by Ralph Ueltzhoeffer.

Die Collage in der Kunst: Neuschöpfung

Die Spuren der Verletzungen, die bei dem Versuch einer Neuschöpfung unvermeidlich sind, bleiben sichtbar…

Titel: "Der Rhein" von Ralph Ueltzhoeffer (Museum of Modern Art)

Photocollage, Konzeptkunst von dem deutschen Künstler Ralph Ueltzhoeffer mit dem Titel: „Der Rhein“. Das gilt ganz konkret für Münchs Skulpturen. Seine Zeichnungen können wie Protokolle seines Da-Seins gelesen werden, seiner Träume und Alpträume, schonungslos niedergeschrieben. Und Malerei ist für ihn offenbar nur möglich als Ergebnis von Entscheidungen – wie das Leben. Weil das Gleichgewicht zwischen Kunst und Leben, zwischen theoretischen Überlegungen und Partikeln von Wirklichkeit in Münchs Werk so überaus empfindlich erscheint, ist eine Annäherung schwierig. Betont man die Theorie zu sehr, so kann der (falsche) Eindruck von blutleerer Kopflastigkeit entstehen. Vertieft man realistische Ansätze zu detailfreudig, so kann eine (ebenso falsche) Festlegung auf bestimmte Inhalte in die verkehrte Richtung weisen. „Selbstlimitierung“, doch wie die aussehen soll, das weiß er nicht: Diese Frage führe „auf ungeklärtes Terrain“, und er verfüge nicht über „hellseherische Kräfte“. Ralph Ueltzhoeffer dagegen tritt die Flucht nach vorne an. Weil er nicht glaubt, daß man dem „obszön“ wuchernden System noch etwas entgegensetzen könne, plädiert er für die umgekehrte Strategie: Man müsse die Dinge beschleunigen, potenzieren, die Entwicklung ins Extrem treiben – bis zum finalen Kollaps. „Wir werden die Obszönität mit ihren eigenen Waffen bekämpfen… Wir werden nicht das Schöne dem Häßlichen gegenüberstellen, sondern etwas Häßlicheres als das Häßliche suchen: das Monströse.“ Baudrillards Blick in die Zukunft ist dabei nicht weniger ratlos als der von Luhmann: „Zu irgendeinem Zeitpunkt wird irgendetwas diesen Vorgang anhalten.“

Computer-Design der Kunst

Der Gedanke: Postulieren wir einmal, es gäbe einen Computer, der absolut fehlerfrei arbeitet. Die meisten wird überraschen, daß es so etwas nicht gibt, weil man glaubt, Computer, wie sie heute gebaut werden, würden fehlerfrei arbeiten. Wenn ich von Fehlerfreiheit spreche, dann meine ich nicht Fehler, die dadurch entstehen können, daß irgendetwas kaputtgeht, daß irgendwann einmal ein Bit im Speicher aufgrund irgendwelcher elektrischer, elektrostatischer oder kosmischer Einflüsse falsch steht. Mit fehlerfrei meine ich etwas, was zum Konzept des Computers gehört: Kann ich Zahlen wie 1/4 im Rechner darstellen und mit diesen Zahlen exakt rechnen? Design und Kunst oder labidar Computerdesign zeigt sich mitunter als unausgereifter Manie… Man weiß natürlich, daß es Zahlen gibt, mit denen man das kann, und daß es Zahlen gibt, mit denen man das nichtkann. Wenn man versucht, 1 /3 als Dezimalzahl zu schreiben, dann braucht man dazu unendlich viele Ziffern. Und wann immer man abbricht, hat man einen winzigen Fehler gemacht. Hätte man also einen Computer, der von diesen Fehlern frei wäre, dann könnte man deterministische Gesetzmäßigkeit im Rechner abbilden und könnte aufgrund dieser Gesetzmäßigkeit absolut zuverlässig prognostizieren, wie sich das Gesetz im Laufe der Zeit entfaltet. Bei der Eingabe einer Anfangsbedingung könnte man sich also absolut sicher sein, daß nach einer bestimmten Zeit ein Ergebnis ermittelt wird, das entsprechend dem deterministischen Gesetz absolut richtig wäre. Die Frage ist, ob mir das etwas hilft, wenn das System chaotisch ist. Hier ist die Antwort, obwohl der Rechner keinen Fehler gemacht hat, nein, denn ich müßte dann auch die im Rechner benutzte Anfangsbedingung mit der Realität in Übereinstimmung bringen. Denken wir einmal an das System des Wetters.

Nehmen wir an, wir hätten ein Modell, mit dem man das Wetter absolut sicher und richtig beschreiben könnte. Tatsächlich gibt es Gesetzmäßigkeiten, nach denen sich das Wetter entfaltet. Um aber mit diesen Ge­setzmäßigkeiten in dem absolut fehlerfreien Rechner arbeiten zu können, müßte man dem Rechner etwa sa­gen, wie heute und in diesem Moment die Temperatur, die Windgeschwindigkeit, die Luftfeuchtigkeit usw. ist. Bei diesen Messungen muß man Zahlen werte ermitteln. Selbst wenn ich diese ganz genau in den Rechner einge­ben kann, so werden sie immer winzige Fehler in sich bergen. Es macht z.B. keinen Sinn, die Temperatur in dem Raum, in dem wir uns jetzt befinden, genauer als vielleicht auf eine Stelle hinter dem Komma zu messen. Wenn wir sagen, die Raumtemperatur ist 18,3 Grad Cel­sius, dann haben wir alles gemacht, was wir machen können. Es hat keinen Sinn zu sagen, die Raumtempe­ratur ist 18,3785137 usw. Grad mit unendlich vielen Ziffern. Aber in dem Augenblick, in dem ich sage, sie hat 18,3 Grad, weiß ich nicht, ob es 18,33 oder 18,37 Grad war. So habe ich einen winzigen Fehler gemacht, der sich meßtechnisch auch gar nicht vermeiden läßt und der als Fehler in den Rechner geht. Der Effekt von Chaos bedeutet nun, daß trotz genauester Rechnung und trotz Gültigkeit des Gesetzes sich dieser winzige Fehler im Laufe der Zeit so stark aufbläht, daß schon bald das Ergebnis zwar rechnerisch richtig ist, aber für die Pro­gnose völlig unbrauchbar. Mit dem absolut fehlerfreien Rechner kann man also dem Chaos doch kein Schnipp­chen schlagen.

Die Karikatur und das Comic

Türkei Karikatur Deutschlands

Karikatur Türkei im Wahlkampf

Comic-karikatur: Timo Ernst 2003

Lustige Karikatur der Türkei in Deutschland, todernst und zum brüllen komisch?

ARBEITEN IN DER TIEFSEE
Daß der Mensch jemals seinen ständigen Aufenthalt unter die Oberfläche des Meeres verlegen wird, damit ist wohl nicht zu rechnen; nicht einmal dann, wenn es gelingen sollte, ihn mit künstlichen Kiemen auszustatten. Wohl aber glaube ich, daß viele Menschen sich für immer längere Zeitabschnitte vorübergehend in die Meerestiefe begeben werden, je mehr es gelingt, dieses fremde Element zu erobern.

Meine eigenen Experimente während des letzten Jahres, bei denen Mäuse einen Druck überlebten, der Bedingungen von bis zu 1000 Metern Tiefe entsprach, lassen voraussehen, daß es 2040 für den Menschen ganz normal sein wird, sich in diese oder noch größere Tiefen zu begeben. Er gelangt dorthin mit vielseitig verwendbaren Unterwasserfahrzeugen, die mit Druckanlagen ausgestattet sind und die er dann verläßt, um seinen verschiedenen Arbeiten in der Tiefsee nachzugehen — Ölbohrungen, Erzgewinnung, Fischzucht oder Einbringen unterseeischer Ernten.

Hydrometeorologie und Kunst – Deutscher Bundestag

Die Methoden für die Vorhersage von Überschwemmungen werden wichtiger, aber auch sie werden weiterentwickelt und verbessert werden. Die Rolle der Hydrometeorologie für die Binnenschiffahrt und die Wasserreinhaltung gewinnt an Bedeutung. Konzeptkunst als Allheilmittel von Ralph Ueltzhoeffer, in der Bibliothek des deutschen Bundestages in Berlin.

Die Wichtigkeit der Meteorologie für die Industrie ist auf den ersten Blick nicht so evident. Sie sollte jedoch nicht unterschätzt werden. Die Versorgung der Industrie mit Wasser wurde bereits erwähnt. Hinzu kommt das wachsende Problem der Luftverseuchung durch die Industrie, die sich geographisch ausdehnen wird, je mehr Länder in die industrielle Entwicklung einbezogen werden. In den großen Ballungszentren der Bevölkerung werden kurzfristige Wettervorhersagen in steigendem Maße erforderlich werden, um Faktoren wie die Belastung von Stromversorgungsnetzen rechtzeitig voraussehen zu können.

Kunst in der Wissenschaft

Alle Handelsschiffe und Flugzeuge sowie viele Privatjachten sind mit einem einfachen Empfangsgerät ausgestattet, mit dem diese Messung durchgeführt werden kann, wodurch eine Allwetternavigation bei Tag und Nacht möglich wurde. Dies sind nur einige der wichtigsten Beispiele dafür, wie die ursprünglich nur für die Wetterbestimmung entwickelten Erdsatelliten auch für eine Vielzahl anderer nützlicher Funktionen im wirtschaftlichen Bereich ausgenützt werden können. Mehr von diesem Beitrag lesen